Backup Exchange 2010 mit Windows Server Backup
Seit dem Exchange 2007 Service Pack 2, das vor ein paar Wochen erschienen ist, kann man wieder mit Windows Boardeigenen Mitteln einen Exchange Server 2007 / 2010 sichern und wiederherstellen.
Und weil das ganze alles andere als Hexerei ist, so seien hier die einzelnen Schritte kurz dargestellt:
Ein Windows Server 2008 ist natürlich nötig, ebenso wie das Konto, mit welchem man das Backup konfigurieren möchte, in der Gruppe der Administratoren und der Sicherungsoperatoren sein muss.
Zu allererst wird natürlich das Feature “Windows Server Backup” benötigt, welches sich über “Add Features” in der Serververwaltung installieren lässt:
Danach steht die Windows Server Backup MMC zur Verfügung, in der Aktionsleiste rechts wählt man nun “Backup Once”, und es öffnet sich der Backup Once Wizard:
Hier wählt man die “Different Options”, und klickt auf "Next >”.
Als Backup Konfiguration wird jetzt “Custom” gewählt. Danach muss man sich entscheiden, welche Partitionen in das Backup einfließen sollen. Dann noch schnell den Speicherort angegeben, und man kommt in die Advanced Options:
Hier unbedingt auf “VSS full backup” stellen, noch einmal Next und dann auf “Backup” klicken.
Und schon geht es los mit dem Backup, welches die Anwendung Exchange jetzt erkennt und mitsichert.
Das neue Plugin welches das möglich macht heisst WSBExchange.exe, und kommt mit dem Service Pack 2 für Exchange 2007. Das Service Pack 2 benötigt übrigens nicht SP1, es kann auf die RTM installiert werden.
Exchange 2010 RC – Installationsguide
Letzte Woche war es soweit: Der Release Candidate von Exchange 2010 wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Logischerweise musste ich den RC gleich testen, und hab mir wieder eine Test-Domäne hochgezogen, mit drei Exchangern, Einer als reiner CAS und zwei für die DAG.
Bemerkenswert sind die vielen Veränderungen zwischen der Beta und des RC. Nicht nur “Kleinigkeiten” wie die Namensänderung von “Outlook Web Access” zu “Outlook Web App” – es wurden auch essentielle Dinge wie der Mailbox-Move geändert. Dazu werde ich aber noch einen eigenen Artikel verfassen.
Installiert habe ich den CAS auf einem Windows Server 2008, die DAG-Server auf Windows Server 2008 R2 Enterprise. Und da ist auch gleich ein Installationsunterschied. Bei der R2 sieht das erste Bild so aus:
Step 1 (Install .NET Framework 3.5 SP1) und Step 2 (Install Windows PowerShell v2) sind beide schon installiert, das ist bei Windows Server 2008 nicht so.
Hier fällt dem geübtem Auge gleich auf: Step 3 ist neu: Choose Exchange language option:
Doch zurück zum Anfang. Vor der Exchange 2010 Installation müssen wie bei der BETA auch Vorbereitungen getroffen werden:
Wieder wichtig für die DAG: Mindestens Windows Server 2008 (R2) Enterprise.
Nach der Neuinstallation müssen wieder die erforderlichen Rollen und Features installiert werden:
- RSAT-ADDS
- Web-Server
- Web-Metabase
- Web-Lgcy-Mgmt-Console
- Web-ISAPI-Ext
- NET-HTTP-Activation
- Web-Basic-Auth
- Web-Digest-Auth
- Web-Windows-Auth
- Web-Dyn-Compression
- RPC-over-HTTP-proxy
- Web-Net-Ext
- Net-Framework
Das schöne dabei: Alles über einen Befehl in der CMD oder Powershell absetzen:
ServerManagerCmd -i RSAT-ADDS Web-Server Web-Metabase Web-Lgcy-Mgmt-Console Web-ISAPI-Ext NET-HTTP-Activation Web-Basic-Auth Web-Digest-Auth Web-Windows-Auth Web-Dyn-Compression RPC-over-HTTP-proxy Web-Net-Ext –Restart
Nach dem Absetzen des Befehls existiert nun ein neuer Dienst: NET.TCP Port Sharing. Dieser ist disabled und muss vor der Installation von Exchange auf Automatic gestellt werden, ansonsten erhält man während des Readiness Checks folgende Fehlermeldung:
Dann noch das 2007 Office System Converter Filter Pack installieren.
Sollte nicht alle Rollen auf einem System installiert sein, lohnt sich ein Blick in die Tabelle, welche Rolle benötigt was?
Wie bei der BETA müssen das Domänen und das Forest-Schema mindestens auf Windows 2003 native sein.
Auf den DAG-Servern muss noch das Feature “Failover Clustering” aktiviert werden.
Zurück zur Installation - die Auswahl des “Installation Type’s” hat sich nicht geändert:
Ein weiterer neuer Punkt im Setup ist der Punkt “Configure Client Access server external Domain”, bei dem man schon während der Installation die von extern erreichbare Domain angeben KANN:
![]()
Das hier eingetragene “mail.promuxx.de” habe ich nur für den Screenshot eingetragen, danach aber wieder den Hacken rausgenommen.
Nach der Auswahl, was man installieren möchte, kommt der gewohnte Readiness Check, gefolgt (wenn ohne Tadel) von der Installation, die am Ende mit vielen grünen Hacken bestätigt, dass alles glatt gelaufen ist (Und das in nur 10:22 Minuten!):
Nach der Installation wird einem die gewohnte Exchange Management Shell dargeboten. Bei der Erstellung einer neuen Mailbox sieht man jetzt die Möglichkeit der Erstellung einer Archiv-Mailbox. Diese sind dann im Outlook oder OutlookWebApp immer zu sehen. Leider fehlt die Möglichkeit die Archivmailboxen auf einen eigene MailboxDatenbank zu legen – diese ist immer da wo die Usermailbox auch gespeichert ist.
![]()
Jetzt aber zur Erstellung der Database Availability Group: Im Gegensatz zur BETA funktioniert der komplette Vorgang jetzt auch über die GUI. Auch hier hat sich zur BETA etwas geändert, die Network encryption ist nicht mehr zu sehen, und der Witness-Server und das Witness-Directory sind (ab)wählbar.
Nach der Erstellung der DAG müssen nun die Server zu der DAG hinzugefügt werden. Das ging vorher nur mittels CMDlet-Befehl, inzwischen klappt das erwartungsgemäß über die EMC:
Das war es dann auch schon mit der Erstellung der DAG, jetzt müssen die Datenbanken noch hinzugefügt werden:
Und das Endergebnis:
Soviel zu der reinen Installation des Exchange 2010 RC und der DAG (im Testumfeld mit nur 2 Servern). Wenn die RTM von Exchange 2010 erscheinen wird, kann man ein InPlace Update von der RC auf die RTM machen. Jetzt heisst es noch abwarten bis das SP2 für Exchange 2007 erscheint, damit eine Koexistenz getestet werden kann.
Microsoft Exchange 2010 Beta Database Availabilty Group How-To
Inzwischen habe ich die neue Exchange 2010 Beta schon ein paar Mal installiert, und diesmal wage ich mich an die neue DAG (Database Availability Group) Möglichkeit des Exchange. Alle bisherigen Clustermöglichkeiten der früheren Exchangeversionen werden dadurch ja abgelöst.
Maximal 16 Server mit maximal 100 Datenbanken können hier zu einem Cluster zusammengeschalten werden. Mehr zu DAG.
Da nun die richtige Hardware zur Verfügung steht (zwei dicke XEN-Server) kann es mit der Installation (auf viruteller Basis) los gehen. Ein komplettes Testnetz wurde von meinen Kollegen und mir hochgezogen, ISA, DC, DNS, DMZ, OCS etc…
Eines ist bei Exchange 2010 DAG aber unbedingt zu beachten:
Mindestens Windows Server 2008 Enterprise Edition!
Erst ab der Enterprise Edition sind die erforderlichen Cluster-DLL’s verfügbar.
Ist das System erst mal installiert, müssen aber erst einige Vorbereitungen getroffen werden, bevor überhaupt daran gedacht werden kann mit der eigentlichen Exchange-Installation zu starten:
- RSAT-ADDS
- Web-Server
- Web-Metabase
- Web-Lgcy-Mgmt-Console
- Web-ISAPI-Ext
- NET-HTTP-Activation
- Web-Basic-Auth
- Web-Digest-Auth
- Web-Windows-Auth
- Web-Dyn-Compression
- RPC-over-HTTP-proxy
- Web-Net-Ext
- Net-Framework
Das schöne dabei: Alles über einen Befehl im CMD absetzen:
ServerManagerCmd -i RSAT-ADDS Web-Server Web-Metabase Web-Lgcy-Mgmt-Console Web-ISAPI-Ext NET-HTTP-Activation Web-Basic-Auth Web-Digest-Auth Web-Windows-Auth Web-Dyn-Compression RPC-over-HTTP-proxy Web-Net-Ext -Restart
Schon sind alle Systemkomponenten installiert, damit aber noch nicht genug, es fehlt ja noch ein kleines bisschen Software:
Die Windows Media Encoder Desktop Experience, das wieder über einen Befehl installiert werden kann:
ServerManagerCmd -install Desktop-Experience
und das 2007 Office System Converter Filter Pack – aber das war es jetzt dann auch.
Das Domänen und Forest-Schema müssen übrigens mindestens auf Windows Server 2003 sein, immerhin ja noch gnädig.
Sind alle diese Vorbereitungen getroffen kann es endlich losgehen mit der eigentlichen Installation, die im Grunde genauso gehalten ist wie die von Exchange 2007, deshalb hier nur ein paar Bilder.
Danach einmal neu starten und fertig. Genau bis hierhin ist das eine Stand-Alone-Installation eines Exchange Servers.
Je nachdem wie viel Ausfallsicherhheit man haben möchte, installiert man nun die weiteren Nodes, maximal eben 16. Mir reicht natürlich erst mal Einer, also das ganze nochmal auf einem weiterem Server.
*Schnellvorlauf*
Jetzt stehen zwei Exchange Server 2010 da, und es kann nun mit dem spannendem Teil losgehen:
Und wieder muss eine Vorbereitung stattfinden: Das Feature Failover Clustering muss installiert werden:
Das Failover Clustering muss auf allen Nodes installiert werden, in meinem Fall eben auch auf dem Zweiten.
Jetzt aber kann mit dem anlegen der DAG begonnen werden, ob man das über die EMC oder die EMS macht ist völlig egal, ich mach das hier mal in der EMC:
Dafür klickt man unter Organization Configuration –> Mailbox –> New Database Availability Group…
Standardmäßig möchte Exchange das FSW auf dem HUB Server anlegen, ich hab ja grad nur die zwei Maschinen, also leg ich das FSW auf den DC:
So, und nun kommt das erste Problem: Die EMC lässt es (in der Beta) nicht zu, die einzelnen Server zur DAG hinzuzufügen. Das muss nun in der ExchangeManagementShell getätigt werden.
Der Befehl dazu ist:
Add-DatabaseAvailabilityGroupServer –Identity ‘DAGName’ –Mailboxserver ‘Servername’
Das ganze MUSS UNBEDINGT in der Local Powershell passieren!!! Sonst kommt eine Fehlermeldung!! Bei mir eben wieder nur zweimal, einmal mit Servername 1 und einmal mit Servername 2.
Sollte das in der RTM vielleicht über die EMC gehen, klappt das dann mit “Manage Database Availabilty Group Membership” – aber bis es soweit ist bekommt man leider nur eine Fehlermeldung.
Hier wie das ganze in der EMS dann aussieht:
Danach sind die beiden Server der DAG hinzugefügt. Auch im FileShareWitness ist jetzt was zu sehen (aber erst nachdem wirklich beide Server hinzugefügt wurden).
Aber das DAG Network war bei mir auf Anhieb jedenfalls nicht zu sehen – soweit ich hörte funktioniert es manchmal automatisch, manchmal muss man es eben noch hinzufügen:
Danach war auch das DAG Network bei mir zu sehen.
Soweit so gut. Nach diesem kleinem ‘Tricky Part’ kann man nun endlich der DAG seine Datenbanken zuweisen.
Dazu muss man einfach bei der Datenbank “Add Mailbox Database Copy” klicken:
Der Exchange zeigt an, auf welchem Server die Mailbox Datenbank liegt, über “Browse” werden euch all die Server angezeigt, auf denen die Datenbank nicht liegt. Ist ja bei mir wieder nur einer.
Und hier ist das dann das Endergebnis:
Der erste Schritt ist getan. So ganz Ausfallsicher ist das ganze natürlich noch nicht, am besten noch zwei eigene HubServer, und mehr DAG Server und und und.. Aber ich will ja kein Buch schreiben…
Bei Fragen einfach fragen.
[UPDATE Installationsguide Exchange 2010 RC]

