promuxx.de ein Hösl bloggt. doch wohin?

27Okt/090

Weitere Infos für die Installation von Exchange 2010

ExchangeServer2010Logo

Ein paar kleine Ergänzungen zu meiner bisherigen Anleitung zur Installation von Exchange 2010, habe ich aus dem gerade gepostetem Buch entnommen:

Die Installationsreihenfolge

Hierbei bin ich selbst zu Anfang desöfteren in die Falle getappt: Möchte man nicht alle Exchange-Rollen auf einer Kiste laufen lassen (was man sowieso ab gewissen Unternehmensgrößen nicht mehr macht), installiert man eben auf einer Maschine die CAS-Rolle, auf einer anderen die Hub-Transport-Rolle, usw. Aber dafür gibt es eine wichtige Reihenfolge, gerade wenn ein Exchange 2010 in eine bestehende Exchange 2003/2007 Umgebung installiert wird:

  1. Die CAS (Client Access Rolle) wird zuerst installiert.
  2. Danach wird auf der nächsten Maschine die Hub-Transport Rolle installiert.
  3. Zuletzt darf jetzt die Mailbox-Rolle installiert werden.
  4. Die Edge-Transport-Rolle ist davon völlig unabhängig, diese kann zu jeder Zeit installiert werden.

 

Welche Rolle benötigt was?

Installiert man alle Rollen (bis auf die UM-Rolle) auf einem Server, reicht dieser Befehl völlig aus:

ServerManagerCmd -i RSAT-ADDS Web-Server Web-Metabase Web-Lgcy-Mgmt-Console Web-ISAPI-Ext NET-HTTP-Activation Web-Basic-Auth Web-Digest-Auth Web-Windows-Auth Web-Dyn-Compression RPC-over-HTTP-proxy Web-Net-Ext –Restart

Hiermit werden alle möglichen Vorbereitungen für alle Rollen installiert. Aber welche Vorbereitung ist genau für welche Rolle? Denn installiert man nur die Mailbox-Rolle, ist die RPC-over-HTTP völlig unnötig.  Folgende Tabelle gibt Aufschluss:

 

Mgmt Tools Mailbox Hub Transport Client Access UM Edge
.Net Framework 3.5

X

X

X

X

X

X

PowerShell v2

X

X

X

X

X

X

Windows Remote Management

X

X

X

X

X

X

MS Filter Pack

 

X

 

 

 

ServerManagerCMD  -i Web-Server

 

X

X

X

X

ServerManagerCMD  -i Web-Metabase

X

X

X

X

X

ServerManagerCMD  -i Web-Lgcy-Mgmt-Console

X

X

X

X

X

ServerManagerCMD  -i Web-Basic-Auth

 

X

X

X

X

ServerManagerCMD  -i Web-Windows-Auth

 

X

X

X

X

ServerManagerCMD  -i Web-Net-Ext

 

X

X

X

X

ServerManagerCMD  -i Web-Digest-Auth

 

 

 

X

 

ServerManagerCMD  -i Web-Dyn-Compression

 

 

 

X

 

ServerManagerCMD  -i NET-HTTP-Activation

 

 

 

X

 

ServerManagerCMD  -i Web-ISAPI-Ext

 

 

 

X

 

ServerManagerCMD  -i RPC-over-HTTP-proxy (nur für Outlook Anywhere)

 

 

 

X

 

ServerManagerCMD  -i Desktop-Experience

 

 

 

 

X

ServerManagerCMD  -i ADLDS

 

 

 

 

 

X

ServerManagerCMD  -i Failover-Clustering (nur für DAG)

 

X

 

 

 

ServerManagerCMD  -i RSAT-ADDS

X

X

X

X

X

X

 

 

 

 

 

Natürlich lassen sich die einzelnen Befehle wie oben kombinieren.

16Sep/090

Exchange 2010 RC – Installationsguide

Logo

Letzte Woche war es soweit: Der Release Candidate von Exchange 2010 wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Logischerweise musste ich den RC gleich testen, und hab mir wieder eine Test-Domäne hochgezogen, mit drei Exchangern, Einer als reiner CAS und zwei für die DAG.

Bemerkenswert sind die vielen Veränderungen zwischen der Beta und des RC. Nicht nur “Kleinigkeiten” wie die Namensänderung von “Outlook Web Access” zu “Outlook Web App” – es wurden auch essentielle Dinge wie der Mailbox-Move geändert. Dazu werde ich aber noch einen eigenen Artikel verfassen.

Installiert habe ich den CAS auf einem Windows Server 2008, die DAG-Server auf Windows Server 2008 R2 Enterprise. Und da ist auch gleich ein Installationsunterschied. Bei der R2 sieht das erste Bild so aus:

OverviewStep 1 (Install .NET Framework 3.5 SP1) und Step 2 (Install Windows PowerShell v2) sind beide schon installiert, das ist bei Windows Server 2008 nicht so.

Hier fällt dem geübtem Auge gleich auf: Step 3 ist neu: Choose Exchange language option:

LanguageVöllig selbsterklärend.

Doch zurück zum Anfang. Vor der Exchange 2010 Installation müssen wie bei der BETA auch Vorbereitungen getroffen werden:

Wieder wichtig für die DAG: Mindestens Windows Server 2008 (R2) Enterprise.

Nach der Neuinstallation müssen wieder die erforderlichen Rollen und Features installiert werden:

  • RSAT-ADDS
  • Web-Server
  • Web-Metabase
  • Web-Lgcy-Mgmt-Console
  • Web-ISAPI-Ext
  • NET-HTTP-Activation
  • Web-Basic-Auth
  • Web-Digest-Auth
  • Web-Windows-Auth
  • Web-Dyn-Compression
  • RPC-over-HTTP-proxy
  • Web-Net-Ext
  • Net-Framework

Das schöne dabei: Alles über einen Befehl in der CMD oder Powershell absetzen:

ServerManagerCmd -i RSAT-ADDS Web-Server Web-Metabase Web-Lgcy-Mgmt-Console Web-ISAPI-Ext NET-HTTP-Activation Web-Basic-Auth Web-Digest-Auth Web-Windows-Auth Web-Dyn-Compression RPC-over-HTTP-proxy Web-Net-Ext –Restart

First PSlet

Nach dem Absetzen des Befehls existiert nun ein neuer Dienst: NET.TCP Port Sharing. Dieser ist disabled und muss vor der Installation von Exchange auf Automatic gestellt werden, ansonsten erhält man während des Readiness Checks folgende Fehlermeldung:

TCP Sharing port

Dann noch das 2007 Office System Converter Filter Pack installieren.

Sollte nicht alle Rollen auf einem System installiert sein, lohnt sich ein Blick in die Tabelle, welche Rolle benötigt was?

Wie bei der BETA müssen das Domänen und das Forest-Schema mindestens auf Windows 2003 native sein.

Auf den DAG-Servern muss noch das Feature “Failover Clustering” aktiviert werden.

Zurück zur Installation - die Auswahl des “Installation Type’s” hat sich nicht geändert:

installation type

Ein weiterer neuer Punkt im Setup ist der Punkt “Configure Client Access server external Domain”, bei dem man schon während der Installation die von extern erreichbare Domain angeben KANN:

mail
Das hier eingetragene “mail.promuxx.de” habe ich nur für den Screenshot eingetragen, danach aber wieder den Hacken rausgenommen.

Nach der Auswahl, was man installieren möchte, kommt der gewohnte Readiness Check, gefolgt (wenn ohne Tadel) von der Installation, die am Ende mit vielen grünen Hacken bestätigt, dass alles glatt gelaufen ist (Und das in nur 10:22 Minuten!):

Installation complete

Nach der Installation wird einem die gewohnte Exchange Management Shell dargeboten. Bei der Erstellung einer neuen Mailbox sieht man jetzt die Möglichkeit der Erstellung einer Archiv-Mailbox. Diese sind dann im Outlook oder OutlookWebApp immer zu sehen. Leider fehlt die Möglichkeit die Archivmailboxen auf einen eigene MailboxDatenbank zu legen – diese ist immer da wo die Usermailbox auch gespeichert ist.

ArchiveMailbox

Jetzt aber zur Erstellung der Database Availability Group: Im Gegensatz zur BETA funktioniert der komplette Vorgang jetzt auch über die GUI. Auch hier hat sich zur BETA etwas geändert, die Network encryption ist nicht mehr zu sehen, und der Witness-Server und das Witness-Directory sind (ab)wählbar.

DAG-Creation

Nach der Erstellung der DAG müssen nun die Server zu der DAG hinzugefügt werden. Das ging vorher nur mittels CMDlet-Befehl, inzwischen klappt das erwartungsgemäß über die EMC:

DAG Membership

Das war es dann auch schon mit der Erstellung der DAG, jetzt müssen die Datenbanken noch hinzugefügt werden:

AddMB2DAG

AddMB2DAG2

Und das Endergebnis:

DAG

Soviel zu der reinen Installation des Exchange 2010 RC und der DAG (im Testumfeld mit nur 2 Servern). Wenn die RTM von Exchange 2010 erscheinen wird, kann man ein InPlace Update von der RC auf die RTM machen. Jetzt heisst es noch abwarten bis das SP2 für Exchange 2007 erscheint, damit eine Koexistenz getestet werden kann.

30Jun/090

Microsoft Exchange 2010 Beta Database Availabilty Group How-To

Inzwischen habe ich die neue Exchange 2010 Beta schon ein paar Mal installiert, und diesmal wage ich mich an die neue DAG (Database Availability Group) Möglichkeit des Exchange. Alle bisherigen Clustermöglichkeiten der früheren Exchangeversionen werden dadurch ja abgelöst.

Maximal 16 Server mit maximal 100 Datenbanken können hier zu einem Cluster zusammengeschalten werden. Mehr zu DAG.

Da nun die richtige Hardware zur Verfügung steht (zwei dicke XEN-Server) kann es mit der Installation (auf viruteller Basis) los gehen. Ein komplettes Testnetz wurde von meinen Kollegen und mir hochgezogen, ISA, DC, DNS, DMZ, OCS etc…

Eines ist bei Exchange 2010 DAG aber unbedingt zu beachten:

Mindestens Windows Server 2008 Enterprise Edition!

Erst ab der Enterprise Edition sind die erforderlichen Cluster-DLL’s verfügbar.

Ist das System erst mal installiert, müssen aber erst einige Vorbereitungen getroffen werden, bevor überhaupt daran gedacht werden kann mit der eigentlichen Exchange-Installation zu starten:

  • RSAT-ADDS
  • Web-Server
  • Web-Metabase
  • Web-Lgcy-Mgmt-Console
  • Web-ISAPI-Ext
  • NET-HTTP-Activation
  • Web-Basic-Auth
  • Web-Digest-Auth
  • Web-Windows-Auth
  • Web-Dyn-Compression
  • RPC-over-HTTP-proxy
  • Web-Net-Ext
  • Net-Framework

Das schöne dabei: Alles über einen Befehl im CMD absetzen:

ServerManagerCmd -i RSAT-ADDS Web-Server Web-Metabase Web-Lgcy-Mgmt-Console Web-ISAPI-Ext NET-HTTP-Activation Web-Basic-Auth Web-Digest-Auth Web-Windows-Auth Web-Dyn-Compression RPC-over-HTTP-proxy Web-Net-Ext -Restart

Schon sind alle Systemkomponenten installiert, damit aber noch nicht genug, es fehlt ja noch ein kleines bisschen Software:

  • Microsoft .NET Framework 3.5
  • Windows Remote Management (WinRM) 2.0 CTP 3
  • Windows PowerShell 2.0 CTP 3Da ich später (vielleicht dargestellt in einem anderem Tutorial) auch die UM-Rolle installieren möchte, benötige ich noch:

    Die Windows Media Encoder Desktop Experience, das wieder über einen Befehl installiert werden kann:

    ServerManagerCmd -install Desktop-Experience

    und das 2007 Office System Converter Filter Pack – aber das war es jetzt dann auch.

  • Das Domänen und Forest-Schema müssen übrigens mindestens auf Windows Server 2003 sein, immerhin ja noch gnädig.

    Sind alle diese Vorbereitungen getroffen kann es endlich losgehen mit der eigentlichen Installation, die im Grunde genauso gehalten ist wie die von Exchange 2007, deshalb hier nur ein paar Bilder.

    Ex2010-Installation Ex2010-Installation2Ex2010-Installation3

    Danach einmal neu starten und fertig. Genau bis hierhin ist das eine Stand-Alone-Installation eines Exchange Servers.

    Je nachdem wie viel Ausfallsicherhheit man haben möchte, installiert man nun die weiteren Nodes, maximal eben 16. Mir reicht natürlich erst mal Einer, also das ganze nochmal auf einem weiterem Server.

    *Schnellvorlauf*

    Jetzt stehen zwei Exchange Server 2010 da, und es kann nun mit dem spannendem Teil losgehen:

    Und wieder muss eine Vorbereitung stattfinden: Das Feature Failover Clustering muss installiert werden:

    FailOver Clustering Feature

    Das Failover Clustering muss auf allen Nodes installiert werden, in meinem Fall eben auch auf dem Zweiten.

    Jetzt aber kann mit dem anlegen der DAG begonnen werden, ob man das über die EMC oder die EMS macht ist völlig egal, ich mach das hier mal in der EMC:

    Dafür klickt man unter Organization Configuration –> Mailbox –> New Database Availability Group…

    NewDAG1

    Standardmäßig möchte Exchange das FSW auf dem HUB Server anlegen, ich hab ja grad nur die zwei Maschinen, also leg ich das FSW auf den DC:

    NewDAG2

    So, und nun kommt das erste Problem: Die EMC lässt es (in der Beta) nicht zu, die einzelnen Server zur DAG hinzuzufügen. Das muss nun in der ExchangeManagementShell getätigt werden.

    Der Befehl dazu ist:

    Add-DatabaseAvailabilityGroupServer –Identity ‘DAGName’ –Mailboxserver ‘Servername’

    Das ganze MUSS UNBEDINGT in der Local Powershell passieren!!! Sonst kommt eine Fehlermeldung!! Bei mir eben wieder nur zweimal, einmal mit Servername 1 und einmal mit Servername 2.

    Sollte das in der RTM vielleicht über die EMC gehen, klappt das dann mit “Manage Database Availabilty Group Membership” – aber bis es soweit ist bekommt man leider nur eine Fehlermeldung.

    Hier wie das ganze in der EMS dann aussieht:

    FormingCluster

    Danach sind die beiden Server der DAG hinzugefügt. Auch im FileShareWitness ist jetzt was zu sehen (aber erst nachdem wirklich beide Server hinzugefügt wurden).

    Aber das DAG Network war bei mir auf Anhieb jedenfalls nicht zu sehen – soweit ich hörte funktioniert es manchmal automatisch, manchmal muss man es eben noch hinzufügen:

    DAG-Network

    Danach war auch das DAG Network bei mir zu sehen.

    Soweit so gut. Nach diesem kleinem ‘Tricky Part’ kann man nun endlich der DAG seine Datenbanken zuweisen.

    Dazu muss man einfach bei der Datenbank “Add Mailbox Database Copy” klicken:

    Add-DB-to-DAG

    Der Exchange zeigt an, auf welchem Server die Mailbox Datenbank liegt, über “Browse” werden euch all die Server angezeigt, auf denen die Datenbank nicht liegt. Ist ja bei mir wieder nur einer.

    Add-DB-to-DAG2

    Und hier ist das dann das Endergebnis:

    Ready to go

    Der erste Schritt ist getan. So ganz Ausfallsicher ist das ganze natürlich noch nicht, am besten noch zwei eigene HubServer, und mehr DAG Server und und und.. Aber ich will ja kein Buch schreiben…

    Bei Fragen einfach fragen.

    [UPDATE Installationsguide Exchange 2010 RC]